Schule ist in der Regel ein Ort des Konsenses und der Demokratie. So liegt das Bedürfnis nahe, dass man für Vorhaben möglichst viel Konsens schaffen will, bevor man loslegt.

Je nach Umfang der Herausforderung kann das ein energie- und zeitintensiver Prozess sein - und so ist schon so manches Vorhaben in der Diskussion untergegangen, bevor es überhaupt eine Chance hatte, getestet zu werden.

Und vor allem wenn es um Innovationen geht, fällt es noch schwerer, Konsens überhaupt zu erreichen - nicht selten fühlen sich Menschen überfordert, für oder gegen etwas "abzustimmen", wenn noch gar nicht greifbar ist, was "das Neue" eigentlich bewirkt. Ebenso groß und vielleicht sogar hinderlich ist der Druck der aktiven Innovator*innen, alle von einer neuen Idee überzeugen zu müssen (wenn sie selbst gerade noch erproben und noch nicht alle Fragen beantwortet sind). 

Hinterfragt daher frei und möglichst objektiv, wieviel Konsens in welcher Phase des Projekts wirklich notwendig ist. Ihr habt eine Idee, die ihr als Lehrkräfte-Team erst einmal in euren Unterrichtsstunden ausprobieren könnt, ohne damit andere zu verpflichten oder brüskieren? Dann braucht ihr vielleicht noch nicht die Zustimmung aller. Führt erst einmal einige Hacks durch, um eure Lösung anschließend anhand konkreter Erfahrungen und Ergebnisse mit der Schulgemeinschaft zu diskutieren. Weil es mit anschaulichen Erlebnissen häufig viel einfacher wird, konkrete Fragen zu klären.

Für richtig erfolgreiche Veränderungsprozesse gilt grundsätzlich aber auch, von Anfang an über euer Vorhaben zu sprechen statt im stillen Kämmerlein oder hinter verschlossenen Klassenzimmern aktiv zu werden. Und dafür eignet sich das Konsent-Prinzip ganz vortrefflich: 

Zitat Konsens englisch

Worum es dabei genau geht, erfahrt Ihr in unserem White-Paper!

Lasst uns an euren Erfahrungen und Eindrücken in den Kommentaren teilhaben: wo haltet ihr das Prinzip für sinnvoll einsetzbar? 

Dateien

Kommentiere als Erste(r)


Please anmelden or sign up to comment.